Citybike Wien im Corona-Jahr 2020

Die Corona-Pandemie hat sich auch auf Citybike Wien ausgewirkt.

Citybike Wien konnte in einem Jahr zahlreicher Einschränkungen neue Kund*innen für das Radfahren gewinnen. Vor allem in den Monaten April und Mai war ein deutlicher Anstieg an Neuanmeldungen aus Österreich bei Citybike Wien zu verzeichnen.

Die Anzahl der Fahrten ging im Vergleich zu 2019 um 37 % zurück. Dies ist auf den Rückgang unterschiedlicher Nutzergruppen zurück zu führen:
Geschlossene Universitäten und Distance Learning führten zu geringeren Entlehnungen an den Stationen in Universitätsnähe.
Geschlossene Geschäfte, Gastronomie, Kinos und Homeoffice machten sich an den innerstädtischen Stationen bemerkbar.
Das Ausbleiben der Tourist*innen wirkte sich signifikant auf die Entlehnungen an den Stationen Schönbrunn und Oper aus.

Es gab aber auch Zuwächse bei den Entlehnungen bei Citybike Wien zu verzeichnen:
So hat sich die durchschnittliche Dauer der Entlehnungen erhöht mit einem Spitzenwert im April 2020, der um 60 Prozent über jenem von April 2019 lag. Dies ist auf die wachsende Bedeutung der Citybikes während der Pandemie für Freizeitfahrten und die vermehrte Nutzung für längere Fahrten zurück zu führen.
Steigende Entlehnzahlen waren, über das gesamte Jahr gesehen, an Stationen in der Nähe von Erholungsgebieten zu beobachten. Spitzenreiter waren dabei die Stationen Ottakring U3 (+26 %), Friedrich-Engels-Platz (+22 %) sowie Millennium Tower (+15 %).